Doing Nothing Klausuren sind Angebote in Begleitung von Rani und anderen Teilnehmern für ein paar Tage an einem geschützen Ort (meist in einem Kloster umgeben von Natur) ganz und gar ohne Plan und Tun zu sein.

Die nächste mehrtägige Doing Nothing Klausur (Nr. 10) findet von 16. bis 19. Januar 2020 in Kloster Marienstatt statt. Für mehr Informationen und Anmeldung bitte eine Email schreiben an Rani: weissefeder(at)netcologne.de. Für Infos über das Kloster hier 

Praktisches über die Klausuren (Retreats):

1.Die Regeln: Nichtstun in der Klausur bedeutet nicht lesen, nicht sprechen, nicht telefonieren, nicht fotografieren, keine Musik hören, nicht formal meditieren und nach Möglichkeit auch nicht allzu viel nachdenken. Sitzen, liegen, gehen, spazierengehen, dösen und schlafen sind erlaubt. Es geht beim Doing Nothing weniger darum WIE oder WAS du bist, als vielmehr DASS du bist. Das bedeutet auch keinen speziellen Zustand kultivieren zu sollen wie zum Beispiel möglichst wach, bewusst oder offen zu sein. Eine gewisse geistige Unklarheit (Wolke des Nicht-Wissens) gehört dazu und ist willkommen.

2. Stilles Sein – Morgens sitzen wir meistens ein bis zwei Stunden zusammen – stilles gemeinsames Dasein. Danach kann jeder selbst entscheiden wo er oder sie Sein möchte. Das Alleine Sein mit sich und dem Nichts während der Klausur ist essentiell für diesen Weg. Wo man sich dabei niederlässt, wie lange man da verweilt, wann man aufsteht, um absichtslos umherzuwandeln, entscheidet jeder selbst. So kann man nebenbei herausfinden wie sich freudige Impulse von Vermeidungsimpulsen unterscheiden.
Das Gelände rund um das Kloster unterstützt dieses sich Treiben Lassen mit Wald, Gärten und Bänken zum Sitzen und Wegen zum Spazierengehen. Manch einer zieht es vor längere Zeit alleine auf dem Zimmer zu Sein oder in der Kirche – das kann überaus fruchtbar sein. Ein großer Seminarraum lädt jederzeit zum Verweilen ein. Hier kommen wir am Abend auch wieder zusammen.
Beim Nichts Tun gibt es keine „Pausen“. Es beginnt am z.b. Freitagmorgen und endet am Sonntagmorgen. (Wobei der Sonntagmorgen, sowie der Abend vorher zwar zum Retreat gehören, aber nicht zum Schweigebereich.) Die innere Klausur dauert in diesem Fall 48 Stunden. Doch ganz gleich wie lang oder kurz, Doing Nothing Klausuren haben nur einen Anfang und nur ein Ende. Dazwischen ist die Zeit.

Mahlzeiten – Frühstück, Mittagessen, Abendessen nehmen wir schweigend zusammen ein.

3. Einführung und Einzelgespräche mit Rani – Rani gibt am Anfang immer eine ausführliche allgemeine Einführung in die Praxis des Nichts Tuns. Sie führt außerdem jeweils am ersten und am letzten Tag einer Klausur Einzelgespräche mit jedem Teilnehmer.

4. Sharing  – Sich in einer Runde mit den Anderen auszutauschen gehört in den Retreats dazu, ansonsten finden die Klausuren schweigend statt.

5. Maitri Space Awareness (MANCHMAL) – Es ist möglich, dass wir während einer Klausur auch Übungen anbieten, die unsere Präsenz im Raum schulen und intensivieren.

Was sind die Vorausetzungen zur Teilnahme? – Doing Nothing steht in keiner Verbindung zu einer Religion oder Organisation. Es steht allen Menschen offen, unabhängig von Glaubensrichtung, Herkunft oder Weltsicht. Für diejenigen, die mit Meditationspraxis erfahren sind, ist diese konzeptfreie und formlose Praxis besonders interessant, weil sie ein Test und eine Bereicherung für ihre Praxis sein kann. Jedoch ist dies keine Vorausetzung. Wer schon länger auf dem spirituellen Weg ist, ist genauso herzlich eingeladen, wie jene, die noch keine Erfahrung mit Meditation gemacht haben.

Was darf ich von einem solchen Klausur erwarten? – Genau vorauszusagen was passiert wäre zu spekulativ. Grundsätzlich aber kann man sagen, dass reines Nichtstun eine heilende und entschleunigende Wirkung hat. Die Sinne werden klarer – sehen, hören, riechen, schmecken, fühlen – als ob ein Grauschleier entfernt wurde. Zusammen mit dem Speed verschwinden subtile Ängste, manchmal für immer. Gelassenheit passiert, grundlose Lebensfreude passiert. Sie wird von dem Gefühl genährt, sich neu verbunden zu fühlen – mit sich selbst, der Erde, dem Universum und mit allen Lebewesen.

Muss ich Angst haben mich darauf einzulassen?  Es gab schon Teilnehmer, die mit großen Ängsten zu den Retreats angereist sind. Ausnahmslos alle haben nachher darüber gelacht. Ein Teilnehmer war sehr stark mit seinem I-Phone verbunden und hatte Angst ohne Handy nicht zu überleben. Er hat erfahren, dass diese Angst nur eine Idee seines Verstandes war und nichts Wirkliches. Eine andere Teilnehmerin glaubte, es würde ganz schrecklich sein, wenn sie so lange schweigen muss, weil sie gerne viel redete. Auch sie hat nachher nur darüber lachen können und erfahren, wie schön es sein kann zu schweigen. Eine weitere Teilnehmerin dachte, es sei megaschwierig für sie nichts zu tun, und sie hatte Angst, es nicht zu durchzuhalten. Auch sie fand dies nicht bestätigt und war froh erfahren zu dürfen, dass ohne Beschäftigung zu sein etwas ist, das sie lieben könnte.

Die nächsten Termine

Nächstes Doing Nothing Retreat findet im Januar 2020 vom 16.-19 statt. Mehr Infos und Anmeldung bitte über E-Mail: weissefeder(at)netcologne.de – oder Tel: 0221 2406997

Doing Nothing Tagesseminare in Köln
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