Nichtstun

Dem Leben die Hand reichen

Nichtstun scheint ja das Leichteste zu sein. Man könnte ja einfach aufhören zu tun. Nun, wer schon einmal versucht hat wirklich NICHTS zu tun und einfach DA zu sein, weiß, was für eine Herausforderung es sein kann, und was für ein Abenteuer. Denn wir haben zwar gelernt uns anzustrengen und etwas zu leisten, doch wir haben nicht gelernt länger als ein paar Minuten ohne Beschäftigung und Ablenkung da zu sein. Selbst diejenigen von uns, die mit Meditationspraxis vertraut sind, können mit der Offenheit des ungeplanten, ungestalteten Augenblicks oft nicht gut umgehen. Wir alle kennen es, wenn wir uns von allem Möglichen und Unmöglichen ablenken lassen, ohne genau zu wissen, was wir eigentlich gerade zu vermeiden suchen. Einfach da sein ohne Beschäftigung erfordert beinahe kriegerhaften Mut sich darauf einzulassen. 

 

NICHTSTUN – Die Kunst vollendet faul zu sein

 

“Das Leben ist wie ein sehr scheues, ängstliches Tier.
Wenn ich darauf zugehe, weicht es zurück und versteckt sich.
Wenn ich es auffordere, es solle herauskommen, wird es nicht kommen.
Wenn ich versuche herauszufinden, wie ich es einfangen kann, bleibt es versteckt.
Wenn ich die allerschönsten Tänze aufführe, um es zu beeindrucken und zu verführen, wird es sich nicht sehen lassen.
Nur wenn ich hier bin, still und nichts tue,
nichts um es zu überreden,
nichts um es herzuholen,
nichts um es zu manipulieren,
kommt es ganz langsam heraus und offenbart sich.

Und am Ende werde ich in seinen Armen liegen wie ein Kind.“

Rani Kaluza

 

Du brauchst dein Zimmer nicht zu verlassen.
Bleibe an deinem Tisch sitzen und lausche.
Du brauchst nicht einmal zuzuhören, warte einfach nur ab.
Du brauchst nicht einmal zu warten, lerne einfach ruhig zu werden und still und für dich.
Die Welt wird sich dir freigebig darbieten, um demaskiert zu werden. Sie kann nicht anders; sie wird sich in Ekstase vor deinen Füßen wälzen.

Franz Kafka

 

Nichtstun bedeutet zu lernen offenen Raum zuzulassen.

 

Doing Nothing

Connecting with life

Doing nothing seems to be the easiest thing in the world. One would simply stop doing. But everyone, who has tried once to really not do anything, knows, that it is not so easy and quiete a challenge. Most of us have never learned to live a while without any preoccupation. Even those among us, who are familiar with meditation practise, often cannot deal well with the openness of a life, which is unplaned and unconfigured. We all know how it is, when we let any possible and impossible thing distract us, without being aware really, what it is, that we are currently trying to avoid or running away from. Being simply here, without preoccupation - it takes a warriors courage to encounter it.

 

Doing Nothing - the Art of being sublimely lazy

 

A Quote by Rani Kaluza, February 2014, written in Retreat in Tunesia:

“Life is like a very shy, fearsome animal.
When I go towards it, it runs away hiding.
When I shout at it to come out, it will not come.
When I figure out ways to trapp or to capture it, it remains hidden.
When I perform the most beautiful dances in order to impress and seduce it, it will not be seen.
Only when I be here, silently, doing nothing,
nothing to convince it,
nothing to pull,
nothing to manipulate,
it will slowly slowly come out and reveal itself,
and finally I will be lying in its arms like a child and contrariwise.“

 

A Quote by Franz Kafka:

'You don´t have to leave your room.
Just stay sitting at your table and listen.
You don´t even have to listen, just wait.
You don´t even have to wait, just learn to become quiet and still and for yourself.
The world will bountiful present itself, in order to be unmask. She cannot do anything other, she will roll in exstasy at your feet.'

 

 

Doing Nothing means to learn to allow open space

 

Doing Nothing Klausuren

Doing Nothing Klausuren sind Angebote in Begleitung von Rani und Anderen, für ein paar Stunden oder Tage, an einem geschützen Ort, ganz und gar ohne Plan, Wollen oder Müssen zu sein.


Nichtstun in der Klausur bedeutet nicht lesen, nicht interneten oder telefonieren, keine Musik hören, nicht formal meditieren, nicht sprechen und nach Möglichkeit auch nicht allzu viel nachdenken.

Sitzen, liegen, gehen, spazierengehen, dösen und schlafen sind erlaubt.
Dabei geht es übrigens nicht darum, einen bestimmten Zustand zu kultivieren, wie zum Beispiel möglichst wach, bewusst oder offen zu sein. Eine gewisse geistige Unklarheit und andere undefinierbare Zustände gehören dazu und sind willkommen.
 
Rahmen:

1. Stilles Dasein
-Morgens und abends werden wir etwa ein bis zwei Stunden zusammen in einem Raum sitzen - stilles gemeinsames Dasein. Danach ist es jedem freigestellt wo, sie oder er, sich nichtstuend aufhalten möchte, sei es allein im eigenen Zimmer, im Wald oder im grossen gemeinsamen Klausurraum.

2. Einzelgespräche mit Rani

-Rani führt in der Regel am Anfang und am Ende einer Klausur ein Einzelgespräch mit jedem Teilnehmer.

3. Austausch (optional)
Einmal täglich bieten wir an, sich in einer Runde mit den Anderen auszutauschen, ansonsten finden die Klausuren schweigend statt.

4. Augenkontakt (optional)

Die Klausur begleitend wird vielleicht ein Stuhl zum Sitzen einladen. Ein anderer Stuhl wird diesem gegenüber stehen. Darauf wird manchmal jemand sitzen. Jemand, der oder die, uns schweigend in die Augen schaut. Es wird die Möglichkeit für Teilnehmer geben sich auf diesen oder jenen Stuhl zu setzen. Hier ein Video zum Einstimmen:

The Artist is present

5. RAUM GEWAHRSEIN (optional)

Es ist möglich, dass wir während einer Klausur auch spielerische Übungen anbieten, die unsere Präsenz im Raum ausloten und intensivieren.
 
Was sind die Vorrausetzungen zur Teilnahme an den Klausuren?

Für die Teilnahme an den Doing Nothing Klausuren wäre es von Vorteil, schon Erfahrungen mit formaler Meditationspraxis gemacht zu haben, ist aber nicht unbedingt notwendig. Von besonderem Wert ist der innere Kontakt zu uns selbst, zu unserem Gefühlen. Diejenigen, die schon länger auf dem spirituellen Weg sind, sind besonders herzlich eingeladen, diese wunderbare formlose "Praxis" einmal kennenzulernen. Aber auch diejenigen, die noch keine Erfahrung mit spirituellen Wegen haben, sind herzlich willkommen. Doing Nothing steht in keiner Verbindung zu einer bestimmten Religion oder Konfession. Es steht allen Menschen gleichermaßen offen, unabhängig von Glaubensrichtung, Herkunft oder Weltanschauung.
 

 
Die nächsten Termine:

Die kommende Klausur am 17.-19. November 2017 im Kloster Knechtsteden ist ausgebucht. Man könnte sich auf die Warteliste eintragen lassen. Weitere Klausuren werden im Frühjahr 2018 wieder stattfinden. Wenn Sie generell Interesse haben, schreiben Sie bitte eine E-Mail an kkaluza(at)netcologne.de.

Weekends - and Doing Nothing Retreats are propositions to simply be without doing, accompanied by a some friends and in a protected environment.

 
Doing nothing means: Not reading, not talking, not using computers and telephones, not meditating and if possible not thinking too much.
 
’Allowed’ is: Walking, running, sleeping, taking short notes, sitting around and doze. Withall, it is not about attaining a certain state, like for example becoming as awake, concious or open as possible. Yes, some sense of spiritual dizzyness, unclearity and other undifinable states of minds are welcome, just like any other feelings/states certainly as well.
 

Framework schedule:

1. Meditation

Mornings and evenings we will come together and sit for two hours in quiet Meditation. These two hours are mandatory for everyone for the first two days, afterwards obligatory, yet they will happen throughout the whole Retreat. We will offer instructions and guidance for quiet Meditation, as well as on how to deal with feelings and emotions.

2. SHARING

There will the opportunity for charings, either in a group, or among two people (warriors-exchange) more than this, the Retreat will take place in silence. Warriors exchange means that, for a certain time (3-15 minutes), there will be someone who listens and somone who shares (in exchange). Those, who listen, have more the function of mirrors: They remain silent and they give no rating feedback and no confirmation, such as nodding. It is rather a listening of a True Friend.


3. THE ARTIST IS PRESENT (sometimes)

There will be a certain chair standing in a certain room, inviting you to take a seat. Across from that chair there will be another chair. Somebody else will always sit on that other chair, inviting you to sit down and simply look into each others eyes.  (There will be the possibilty for participants to sign up fort he chair of the „Artist“ for certain times)
Learn more about this practice: http://vimeo.com/72711715

 

4. MUDRA SPACE AWARENESS (sometimes when it fits)

It is possible that we offer to do some exercises from the Mudra Space Awareness Programs, invented by Chögyam Trungpa Rinpoche.


 
Who can participate in this Programm: It is very benefitial for this Retreat, to have at least some basic experiences in Meditation Practise. To have a good connection with ones inner state of being and feelings is important. Those, who have been walking on the spiritual path for quiet a while already are welcome as well, because even meditation can sometimes be a strategy to avoid direct contact with life.
 


Next events and Retreats:

Further seminars are currently not yet planed, but in spring 2018 there will be definitely one, if not already in fall 2017. Please write me if you are generally interested and I register you for my Newsletter. Thank you, Rani-( kkaluza(at)netcologne.de )

Galerie

Rani

Rani Kaluza

hat freie Malerei studiert und lebt als Künstlerin, Autorin und Mode-Designerin in Köln.

Rani spiritueller Weg begann 1976 mit einem Buch über Zen Buddhismus, das sie viele Jahre intensiv begleitet hat. Die Praxis der Meditation, die in jenem Buch nicht erwähnt wurde, lernte sie 12 Jahre später kennen, als sie 1989 auf die tibetisch-buddhistische Gemeinschaft von Chögyam Trungpa Rinpoche traf. Es folgte eine Zeit mit intensiver Meditationspraxis, Retreats und einem zweijährigen Aufenthalt in einem tibetisch-buddhistischen Retreat-Zentrum in den USA. 2001 lernte Rani den Advaita Lehrer Samarpan kennen, der sie weitere 12 Jahre als spiritueller Freund und Lehrer begleitet hat.

Mehr über Rani auch auf jetzt TV: http://www.jetzt-tv.net/index.php?id=613

 

 

 

Rani Kaluza

has studied Painting and lives as Artist and Fashion Desginer in Cologne.

Rani Kaluzas spiritual journey started in 1976 with a book on Zen Buddhismus and Psychoanalysis by Erich Fromm and Daisetz Suzuki, which accompanied her for years like a bible. The Praxis of Meditation, which was not mentioned in that book, she learned only 12 years later, when she 1989 met the tibetan-buddhist Community of Chögyam Trungpa Rinpoche. It followed a time with intensive Meditationpraxis, Retreats und a twoyear stay in a tibetan - buddhist Retreat-Center in USA. 2001 Rani met the Advaita Teacher Samarpan, who accompanied her the following 12 years as a spiritueller Friend and wise guide.

 

Aktuelles

Aktuelles finden Sie unter diesem Link, auch Hinweise auf Veranstaltungen und Klausuren:

https://www.facebook.com/DoingNothingRetreats/

Kontakt / Contact

Adresse

 

Rani Kaluza
Rolandswerther Str. 14
50937 Köln 

Tel 0221-2406997

EMail:
info@geliebtersamarpan.de

Web: 

Doing Nothing auf Facebook

 

Paintings on this webside by Jeanie Tomanek:

www.jeanietomanek.com

 

 

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