Das nächste mehrtägige Doing Nothing Sommer Retreat (Nr. 11)  „Feuer des Lichts“ findet vom 21. Juli bis 26. JULI 2020 in Kloster Abtei Maria Zuflucht in den südlichen Niederlanden (etwa 3 Stunden von Köln) statt. Anmeldung und Infos: weissefeder at netcologne.de.

Mehr über das Retreat hier :„Feuer des Lichts

„Man wird innerlich sehr, sehr langsam vom Nichts Tun, vor allem in den Klausuren. Die ganze Hast, die Ungeduld, die Flüchtigkeit, all das verschwindet. Man wird still wie ein See, in dem sich die Vögel und die Bäume spiegeln.“

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Neuigkeiten - News

Und mein Freund Samarpan, wenn sich jemand zu ihm setzte, im Satsang, grüßte er in der Regel nicht mit dem üblichen „Wie geht es Dir“. Nach einer anfänglichen Periode gemeinsamen Schweigens, die bisweilen etwas länger dauerte, begann Samarpan die Unterhaltung gerne mit der Frage: Was ist hier? Von Seiten des Gastes wurde das meistens als Einladung verstanden, eine ausführliche Geschichte zu erzählen, welche nicht selten von vielen Problemen handelte. Samarpan wiederum hörte sich das eine ganze Weile aufmerksam an, unterbrach aber den Bericht irgendwann mit einer Scheibenwischerartigen Handbewegung und fragte noch einmal: Was ist hier? Das hatte nicht selten zur Folge, dass die gleiche Geschichte, etwas anders, noch einmal aufgetischt wurde, bis Samarpan wieder unterbrach: Was ist hier? Waren seine Ge-sprächspartner schließlich dazu bereit, ihre Geschichte loszulassen, schlossen sie meist die Augen, sanken mit einem Seufzer in den Sessel und spürten in sich hinein. Die Zeit verging. Früher oder später jedoch öffnete sich ihr Mund und sie fanden Worte für das, was sie HIER fanden. Traurigkeit, Schmerz vielleicht, ein Druck hier, ein Kribbeln da, Hitze oder Spannungen vielleicht oder schlicht und einfach nur Nichts. „Hat dieses Nichts eine Form oder eine Grenze“, wollte Samarpan dann wissen, und schließlich: „Kannst du ein Ende von diesem Nichts finden?“

Das Schöne an dieser Führung war, dass sie ermöglichte hautnah zu erleben, wie Probleme sich komplett auflösen können, sobald der bewusste Kontakt mit dem darunter liegenden Seins-Zustand und den Empfindungen hergestellt worden ist. So dramatisch die Geschichten auch sind, die uns allen immer wieder passieren, so oft habe ich bezeugen können, dass HIER und JETZT eigentlich immer alles in Ordnung ist.

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Rani

Aus dem entstehenden Buch über Doing Nothing

Kapitel : 3 Schritte ins Nichts, Schritt 1 Die Gefühle fühlen
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"Viel ist von Karmaauflösung die Rede, von Reinigung und Clearing. Wir verstehen euer Bedürfnis, war achten eure Bemühungen. Doch es geht nicht darum, dass ihr auf diese Weise bessere Menschen werdet. Ihr meint, ihr könntet durch Bewusstseinsarbeit akzeptabler und liebenswerter werden. Es dünkt euch spirituell, wenn ihr euch bemüht, alles mehr oder weniger schuldlos anzuschauen. Doch das Einzige, das euch wirklich weiterhilft, ist euch selbst, eure Vergangenheit, eure Taten, eure Gedanken und alles, dass ihr erlebt habt, zu achten und euch dafür zu lieben, dass ihr euch so vielen Gefahren des Lebens ausgesetzt habt. Ob ihr euch daran erinnert, ist eine andere Sache. Ihr könnt mit Sicherheit davon ausgehen, dass ihr euch selbst nichts von dem erspart habt, was für eure Entwicklung, eure Entfaltung und euren seelischen Weg notwendig war. "

Aus: Die Sieben Archetypen der Angst, Varda Hasselmann/Schmolke Kapitel: Angst aus vergangenen Leben
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Nichts passiert.
Bleib hier.
Lass dich nicht verunsichern,
es ist nur ein scheinbar leerer Moment,
der etwas länger anhält.
Bleib präsent,
auch wenn es augenscheinlich
nichts gibt,
das deine Aufmerksamkeit verdient hätte,
das täuscht.
Gerade diese kurze oder lange Weile,
ihre Abwesenheit von Sensationen,
kannst du sie einladen?
ohne etwas verändern zu wollen?
Diese Leere,
nichtig, wie sie scheint und
so still, dass es fast ohrenbetäubend ist.

Bleib hier.

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Rani

Kalligraphie von Thich Nath Hanh
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"Gefühle zu fühlen ist das eine, sie innerlich mit Distanz zu betrachten ist das andere. Letzteres ist nicht unbedingt falsch. Es ist in etwa so, als ob Du am Meer sitzt und auf die Brandung schaust. Wenn Du das lange genug machst, kommt vielleicht eine besonders große Welle und besucht Dich mit ihrem Schaum. Es gibt Menschen, die nur selten mit ihren Gefühlen wirklich in Berührung kommen, und irgendwann kommen die Gefühle dann zu ihnen. Die Lebendigkeit der Brandung am eigenen Körper zu spüren ist etwas anderes, als am Strand zu sitzen und sie von Weitem zu beobachten. Die Gefühle zu fühlen bedeutet, sich von ihnen berühren zu lassen, sie zu schmecken, sie zu reiten, sie zu riechen, Eins mit ihnen zu sein."

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Rani
Doing Nothing Buch in Entstehung
7. Kapitel: 3 Schritte ins Nichts, Schritt 1. Fühlen
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Gefühle versus Empfindungen

Wir machen zwischen den Begriffen Gefühl und Empfindung einen erheblichen Unterschied, denn Empfindungen sind befreit von den Stürmen der Erregung, die jeden Abstand zum eigenen Selbst verhindern. Gefühle sind nach unserer Definition stets mit Erinnerungen verbunden, während Empfindungen auf reiner unmittelbarer Wahrnehmung im erlebten Augenblick beruhen.
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Aus: Archetypen der Seele / Varda Hasselmann
Seite 359 / Ekstatisches Zentrum
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"Es gibt Religionen und es gibt Spiritualität ohne Religion. Für die Mystiker übernimmt die Natur und ihr eigener Körper die Rolle eines Tempels. Ihre Verbindung mit dem Göttlichen ist direkt und braucht keinerlei Vermittlung, besonders nicht von Seiten jener, die selbst nicht die Erfahrungen gemacht haben und nichts als ernannte Beamte sind. Was für Mystiker von Nutzen sein kann, ist eine sie unterstützende Gemeinschaft von Mitsuchern und Lehrern, die auf dem Weg schon fortgeschrittener sind als sie."

Stanislav Grof (* 1931)

Bild Jeanie Tomanek
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"Jenseits der Vorstellungen von Richtig und Falsch gibt es ein Feld. Dort werde ich Dich treffen. Wenn die Seele sich in dieses Gras legt, ist die Welt zu voll, um darüber zu sprechen."

- Rumi
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